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Claudia Grothus

Autorin

Tag 14 – Valerie und das Wochenende

Es fühlt sich alles so an wie immer. Ich muss nur ein bisschen checken, etwas einkaufen und schauen, wie lange ich zu Fuß bis zur Bushaltestelle unterwegs bin, damit ich morgen rechtzeitig losgehe. 

Zurück in meiner Wohnung frühstücke ich ausgiebig mit meinem krassen Panoramablick auf die Ostsee. 

Es wird Zeit. Ich sollte anfangen zu schreiben. Das letzte Kapitel heute. Valerie. 

Bis zu diesem Moment hatte ich mich noch nicht entschieden, warum Valerie eigentlich in der Villa angekommen ist und was der Grund dafür ist, dass sie immer noch nichts über sich erzählt hat. Ich habe mehrere, sehr unterschiedliche Varianten angedacht. Recherchiere noch das eine oder andere auf Stimmigkeit und Glaubwürdigkeit. 

Letztendlich entscheide ich mich, wie so oft, für die erste Idee, die ursprünglich da war. Und auf einmal entsteht wieder eine komplett neue Hintergrundgeschichte. Sie setzt sich fort, spült sich zurück in meine Geschichte und läuft auf das – schon sehr lange feststehende –  Grande Finale hinaus. 

Es ist gerade mal 14 Uhr und ich realisiere, dass ich gerade den letzten Satz meiner „Villa“ in die Tastatur getippt habe. 

Ich sitze vor dem Notebook. Dahinter das Blau des Wassers. Das war`s.

Ziehe Schuhe und Jacke an. Gehe nochmal die Treppen runter zur Promenade. Himmel blau, Wasser blau, es ist viel wärmer als in den ganzen Tagen davor. 


Mir fällt jetzt erst auf, dass heute Samstag ist. Da sind überall Menschen am Strand. Sie schlendern, hocken auf dem Boden und suchen in den Feuersteinen herum, sitzen auf Felsen und Baumstämmen und halten ihre Gesichter in die Sonne. Was für ein Geschenk waren diese menschenleeren Strandtage. 

Trotzdem genieße ich meinen Felsbrocken-Spaziergang. Bleibe immer wieder stehen. Schaue so lange ins Meer, bis das Meer in mich schaut. 

Done! 

Alles andere wäre undenkbar gewesen. 

 

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Danke!

Liebe Mitreisende und Freund:innen, liebe Autor:innen, die Ihr mir zwei Wochen gefolgt seid. Ich habe jede/n Einzelne/n von Euch gesehen, bei jedem Like geschaut, wer mir das geschenkt hat. Ganz großen Dank, dass Ihr die ganze Zeit virtuell bei mir wart. Alleine wäre das ein echt einsamer Trip geworden. 

Dies ist der letzte Blog-Beitrag zu meiner Schreibreise. Morgen fahre ich nach Hause. Im Gepäck eine komplette Geschichte mit 10 Kapiteln, die vor zwei Wochen überhaupt noch nicht existiert hat. Wow! 

Was diese Zeit mit mir gemacht hat, werde ich wahrscheinlich erst in ein paar Wochen sagen können. Es war so viel mehr als nur Schreiben.

Ich kann nur allen Autor:innen  ans Herz legen, so etwas auch mal zu machen. Das sich Verselbständigen einer Geschichte unter einem gewissen Zeitdruck und die Intensität mit der man beim Alleinsein schreibt, sind unglaublich. 

Jetzt kommt eine wahrscheinlich ziemlich lange Phase, in der ich wieder Zeit suchen muss, um all die Nach- und Feinarbeiten an meiner Villa vorzunehmen, die sie dringend noch braucht. 

Fürs Erste freue ich mich aber wie ein Kind auf Zuhause, meine Menschen, meine Tiere, meinen Garten und den Sommer. 

Danke Euch allen und bis bald!

Claudia

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